Zielsetzung
Im Rhönrad-Motor wurde ein frei drehendes Rad in einer exzentrischen, sich drehenden Bahn eingesetzt, womit wirksame Masse Beschleunigung und Verzögerung erfährt. In Verbindung mit Gravitation ergibt sich, daß Teilmassen der generellen Drehung des Systems voraus eilen und damit die Bahn antreiben, womit nach außen nutzbares Drehmoment gegeben ist.
Im vorigen Kapitel Mond-Motor und Gezeiten-Kraftwerk wurde diese Konzeption übertragen auf Rotorsysteme, die ausschließlich Trägheit nutzen. Anhand der durch den Mond verursachten Gezeiten wurden die Effekte beschrieben. Einerseits ist dabei bewegliche Masse (das Wasser der Meere) von Bedeutung, andererseits das zentrale Getriebe, durch welches ein Hebelarm für die gegebenen Kräfte ansetzen kann. Das dortige relative Bremsen kann in einem zweiten System als Antrieb genutzt werden nach den Prinzipien eines Perpetuum Mobile Dritter Art.
In diesem Kapitel hier sollen die wesentlichen Elemente eines Doppelstern-Systems (wie z.B. Erde-Mond) bzw. dessen mechanischem Abbild nochmals präzise beschrieben werden. Dabei werden beispielhaft weitere Bauvarianten vorgestellt.
Zielsetzung dieses Kapitels ist aber auch, die in diesen Rotorsystemen gezielt eingesetzte Unwucht auf möglichst unmittelbare Weise nutzbar zu machen. Alle Mechaniker sind damit beschäftigt Unwucht und ihre katastrophalen Folgen für Maschinen zu beseitigen. Hier wird der ´Hebel´ dargestellt, mit welchem diese immensen Kräfte ´kultiviert´ werden und damit nutzbares Drehmoment zu erreichen ist.
Elemente des Doppelstern-Systems
Ein Doppelstern-System wandert im Raum und dreht dabei zusätzlich um einen gemeinsamen Drehpunkt (dem Schwerpunkt beider Massen). Hier wird dieses Gesamtsystem durch die Kreisfläche des Rotorträgers markiert. Dieser weist exzentrisch eine runde Aussparung auf, innerhalb welchem der Rotor gelagert ist (womit Exzenterachse (EA) und Rotorachse (RA) an identischem Ort sind). Die ´dicke´ Seite (hier rechts) des Rotorträgers (RT, grau, analog Mond) repräsentiert die Masse des Monds. Der Rotorträger dreht um die gemeinsame Achse, welche hier Systemachse (SA) genannt wird.
Hier ist die Drehungbewegung um die Systemachse durch graue Pfeile bei beiden Massen (M1 und M2) markiert. Auf der ´Mondseite´ weisen die Massen geringere Geschwindigkeit auf als auf der gegenüber liegenden Seite. Hier ist vereinfachend unterstellt, daß beide Winkelgeschwindigkeiten gleich sind, was aber keinesfalls Bedingung ist.
Durch die Drehung kommt eine Teilmasse an Positionen mit unterschiedlichem Radius zur Systemachse, d.h. wird verzögert und wieder beschleunigt. Alle Massen wiedersetzen sich Veränderungen ihrer Geschwindigkeit im Raum. Die Masse außen (links) will nicht beschleunigt werden, die Masse innen (rechts) will mit gleicher Geschwindigkeit weiter fliegen.
Wenn Masse auf dem Rotor beweglich ist, wie z.B. die Wasser der Meere, dann eilen sie auf der Mondseite der Rotor-Drehung voraus (ergeben die voraus-eilende hohe Flutwelle) und bleiben auf der gegenüber liegenden Seite zurück (ergeben dort die kleinere, weil rückwärts-rollende Flut).
Verlagerung von Drehmoment
Natürlich steht dieser Punkt (links) nicht wirklich fest im Raum. Die Rotor-Masse (M1) dort dreht z.B. unvermindert um ihre eigene Rotorachse, diese Komponente der gesamten Drehbewegung bleibt erhalten. Die andere Komponente der Bewegung dreht nun aber nicht mehr vollkommen um die Systemachse. Durch diesen äußeren ´festen´ Punkt wird der wirkliche Drehpunkt von der Systemachse etwas hin zur Rotorachse verlagert.
Das führt zum bekannten Effekt bei Doppelstern-Systemen: daß die Eigen-Rotation des Sterns beschleunigt wird zulasten der Rotation wie Transaltion des Gesamtsystems. Es wird also keine Energie gewonnen, sondern nur Drehmoment bzw. Vorwärtsbewegung vom Gesamtsystem (das langsamer wird) auf den Stern (der entsprechend schneller rotiert) verlagert.
Wenn auf diesem Stern bewegliche Masseanteile vorhanden sind (wie Wasser in Meeren), kann dies zusätzlich zur Beschleunigung der Eigenrotation führen, indem die hohe Flutwelle gegen die ´schiefe´ Ebene der Küsten drückt. Aber auch damit wird noch keine Energie gewonnen, weil es im All keinen wirklich ´festen´ Punkt gibt, an dem Kraft am Hebelarm wirksam werden könnte.
Zentrales Getriebe
Damit wird verhindert, daß die innere Masse (M2) die Rotorachse wie die Systemachse nach hinten (hier oben) verschieben kann (also Beschleunigung der Eigenrotation sich nicht mehr zulasten der Bewegungen des Gesamtsystems auswirken kann). Als wirklicher Drehpunkt der Systemdrehung bleibt damit die Systemachse erhalten. Die Trägheit der inneren Masse (M2) wirkt nun am Hebel um die Systemachse, drückt den Auflagepunkt nach hinten (hier oben) und die Rotorachse nach vorn (hier unten) und wirkt beschleunigend auf die äußere Masse (M1).
Auch damit wird natürlich noch keine Energie gewonnen, die Hebelgesetze sind absolut gültig. Eine zusätzliche Kraftwirkung kann aber entstehen, wenn Masse an obiger ´schiefen Ebene´ wirksam werden kann. Dann ergibt die Fliehkraft über weite Phasen eine Schubkomponente, im Drehsinn des Rotors und über das Getriebe auch des Gesamtsystems. Diese Komponente würde zur fortwährenden Selbstbeschleunigung führen bzw. die überschüssige Kraft kann am Auflagepunkt aus dem System ´heraus gebremst´ werden.
Dieses Bremsen darf nicht zum Abstoppen des laufenden Systems führen, sondern darf lediglich eine relative Verzögerung in der Drehbewegung sein (entsprechend obiger Schubkomponente, natürlich abzüglich Reibung). Dieses Bremsen kann durch ein sekundäres System erreicht werden, indem dort z.B. ein Magnet durch eine Spule gezogen, somit der gewünschte Nutzeffekt elektrischen Stroms erreicht wird.
Betriebsweise
Nach dem Anfahren des Rotorträgers muß zum andern die Eigenrotation des Rotors (analog der Erde) simuliert werden. Wenn die Welle um die Systemachse in Drehung versetzt wird (schneller drehend als der Rotorträger), wird über den Zahneingriff der Rotor in (zusätzliche, schnellere) Drehung um seine Rotorachse versetzt. Das Übersetzungsverhältnis von Zahnrad und Zahnkranz ist hier nur vereinfachend zwei zu eins dargestellt, es kann auch anders gewählt werden (siehe z.B. unten).
Damit erst kommt wirksame Masse auf spiralige Bahn mit wechselndem Radius zur Systemachse, tritt Beschleunigung und Verzögerung der Geschwindigkeit im Raum ein. Wenn die dabei auftretenden Fliehkräfte an schiefer Ebene wirksam werden können, ergibt sich eine Schubkomponente. Diese würde zur ständigen Selbstbeschleunigung führen bzw. erst in diesem Zustand des laufenden Betriebs kann diese Kraftkomponente durch relative Verzögerung an der Systemwelle aus dem System abgeführt werden.
Schiefe Ebenen
Dieses scheint vollkommen unmöglich, aber Fliehkraft ist immer ´überschüssig´. An einem Rad mit normalen Speichen wird z.B. diese Kraft ´vernichtet´. An jedem normal bewegten Rad führt Fliehkraft zu Materialspannung. Fliehkraft wirkt immer radial vom Drehpunkt nach außen, addiert sich beim normalen Rad zu null. Fliehkraft ist kostenlos, weil z.B. die Aufrechterhaltung von Drehbewegung des obigen Rotors wie des Gesamtsystems nur den Aufwand zur Überwindung von Reibung erfordert. Aber normalerweise sind diese enormen und kostenlos gegebenen Kräfte nicht nutzbar, wohl aber an schiefer Ebene.
Es scheint wiederum unmöglich, eine Masse fortwährend auf einer schiefen Ebene halten zu können. Mit einem einfachen Versuch kann sich das aber jeder selbst beweisen: man nehme eine (möglichst große) Schüssel (als schiefe Ebene) und lege eine Kugel (als bewegliche, wirksame Masse) hinein. Man halte die Schüssel mit den Armen vor dem Körper und drehe sich um seine Längsachse. Die Kugel wird immer die äußerst mögliche Position einnehmen und damit auf kreisförmiger Bahn um die Längsachse drehen.
Nun muß man die Exzentrität einer spiraligen Bahn simulieren, indem die Schüssel in radialer Richtung näher zur Drehachse und wieder nach außen geführt wird. Wann immer man die Schüssel nach innen führt, wird die Kugel in der Schüssel nach innen vorwärts rollen. Wenn die Schüssel wieder nach außen geführt wird, rollt die Kugel in der Schüssel zurück und nach außen. Sobald die Kugel ganz außen ist, zieht man die Schüssel wieder nach innen. Die Kugel befindet sich damit stets vorlich zu ihrem äußersten Bahnpunkt, bewegt sich stets auf einer schiefen Ebene, ist stets der allgemeinen Drehbewegung etwas voraus geeilt. In diesem Beispiel erfordert die Simulation der Spiralbahn den Einsatz von Muskelkraft, in obigem System ergibt sich die Spiralbahn aber automatisch.
Mit ihrem Andruck auf die schiefe Ebene erzeugt die Kugel eine Schubkomponente. Natürlich steht sofort als Argument entgegen, daß die Kugel entsprechend verzögert wird und nachfolgend wieder zu beschleunigen ist. Dem ist nicht so, die Kugel rollt vielmehr sehr vehement nach vorn-einwärts. Das ist logisch, weil die Masse bei verkürztem Radius entsprechend höhere Winkelgeschwindigkeit drehen will - nach geltendem Erhaltungssatz.
Das ist aber keinesfalls richtig, weil die Masse (besonders in Form einer Hohlkugel) nicht als ein Massepunkt an der Schüsselwand betrachtet werden darf (ihr Schwerpunkt befindet sich über ihrer Auflage, also weiter innen). Zudem bewegen sich alle Massepunkte der (Hohl-) kugel (bzw. eines ringförmigen Rads) bei diesem Abrollen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in unterschiedliche Richtungen.
Dadurch kommt es zum ´Stolper-Effekt´ (wichtige Details siehe Kapitel ´Räder auf bewegten Bahnen´) mit beschleunigten Bewegungen. Die Kugel erreicht höhere Eigenrotation und rollt auf verlangsamter Bahn der generellen Drehung voraus (detailiert dargestellt z.B. auch im Kapitel ´Röhnrad´).
Energie-Konstanz
Aus Sicht der Energie-Erhaltung mag dies noch immer unmöglich erscheinen. Es wird tatsächlich auch keine Energie gewonnen, es wird lediglich Kraftwirkung zeitweilig verlagert. Die rückwärts gerichtete Komponente (als Konsequenz der vorlich wirkenden Schubkomponente) wird ins sekundäre System verlagert. Dort erst wird die durch obiges Getriebe vermittelte Bremswirkung erzielt - dort aber z.B. zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt. Die Erhaltungssätze haben Geltung - aber nicht in Teilsystemen bzw. zu eng definierten Systemen, sondern nur im umfassenden System (siehe Kapitel ´Perpetuum Mobile Dritter Art´ mit primärem und sekundärem Teilsystem).
Bauform Mond-Motor und Gezeiten-Kraftwerk
Beim Mond-Motor des vorigen Kapitels wurde dargestellt, wie man den optimalen Verlauf der schiefen Ebene ableiten kann. Eingesetzt wird dort wirksame Masse mit bogenförmiger Gestalt, die in einem entsprechend bogenförmigen Lager sich vorwärts-einwärts und rückwärts-auswärts bewegen kann. Die Masse kann dort mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit durch den inneren Bahnabschnitt laufen (im Rotor vorwärts gleitend) und behält diese auch konstant im äußeren Bahnabschnitt (im Rotor rückwärts gleitend). Stets drückt ihre Fliehkraft aber auf die schiefe Ebene (wie in obigem Beispiel die Kugel in der Schüssel).
Beim Gezeiten-Kraftwerk des vorigen Kapitels wird die Beweglichkeit des Wassers als wirksame Masse genutzt. Dieses Medium ist sehr vorteilhaft, bedingt aber relativ große Bauvolumen. Dort wird besonders deutlich, wie das Wasser innen die kurze Bahn beschleunigt durchläuft, also keinesfalls verzögert wird.
Zudem wird das Wasser entlang der äußeren Wand durch Sogwirkung ganz entscheidend beschleunigt (aufgrund gerichteter Strömung wird molekulare Bewegung zur wesentlichen Komponenten der Geschwindigkeit, also wirklicher Energiezuwachs - wiederum nur zeitweilig bei insgesamt konstantem Betrag an Bewegungsenergie). Auch dort wirkt das Wasser ständig auf die schiefe Ebene der Turbinenschaufeln.
In EV DSM 02 sind diese Sichelelemente der wirksamen Masse (blau) in ihren sichelförmigen Lagern des Rotors (grün) nochmals dargestellt. Mittig ist nun allerdings das obige Getriebe (entsprechend Mond-Motor) eingezeichnet. Bei sehr viel einfacherer Bauweise erfüllt es die gewünschte Funktion sehr viel wirkungsvoller.
Auch in diesem Bild befindet ist die Masse rechts auf enger Bahn und schwingt dann nach außen (links), im Lager zurück gleitend. Wenn dieses Element (wie oben angemerkt) nun wieder beschleunigt werden müßte, erfolgt dies durch Druck des Rotors auf das hintere Ende dieser Sichel. Deutlich ist aber erkennbar, daß dabei sein Masseschwerpunkt immer in vorlicher Position verbleibt, seine Fliehkraft also stets Schub auf den Rotor ausübt.
So vielfältig wie Kornkreisbilder mit sichelförmigen Elementen sind, so unterschiedlich werden solche Doppelstern-Sonnenräder zu bauen sein. Die wirksame Masse könnte sogar nur als eine große Sichel dargestellt werden, also in Form eines Halbmonds, wie beispielsweise diese Animation zeigt.
Innerhalb des Rotors (dunkel-grün) dient eine exzentrische Aussparung als Lager (hellgrün) der wirksamen Masse (blau). Der vorliche Teil dieses Lagers bildet die schiefe Ebene. Innerhalb des Rotorträgers (grau) ist wiederum exzentrisch die Aussparung für den Rotor angelegt.
Man kann auch erkennen, wie die Masse nach ganz rechts-unten fällt und nachfolgend auf die innere Bahn geschleudert wird. Sie umkreist auf enger Bahn die Systemachse, um dann wieder nach außen zu fallen. Das relative Schwingen der Masse vorwärts und rückwärts ist aber kaum wahrzunehmen, erkennbar nur durch die Dynamik dieses ungleichförmigen Schwingens (trotz symmetrischer Bewegungsabläufe).
Bauform Halbmond
Dort aber befindet sich die wirksame Masse auf kleinem Radius zur Systemachse. Wenn sie auch durch diese enge Bahn mit konstanter Geschwindigkeit sich bewegt, wird sie (bei diesen Relationen um etwa 23 Grad) der allgemeinen Drehbewegung voraus eilen (hier also sich schon in einer Position schräg aufwärts rechts befinden).
Dann befindet sich beispielsweise bei B der vordere Teil der wirksamen Masse bereits wieder in der Auswärtsbewegung und kann relativ frei nach außen fallen, zusammen mit der dortigen Bewegungsrichtung des Lagers. Der mittlere Teil der Sichel befindet sich im Bereich der langsamsten Bewegung des Lagers und gleitet auf diesem vorwärts. Der hintere Teil der wirksamen Masse kommt erst in den Abschnitt größter Verzögerung, er will praktisch seinem Lager vorwärts davon fliegen, schiebt die vorlichen Masseteile beschleunigt durch das Lager bzw. drückt damit den Rotor um die Systemachse.
Insgesamt ergibt sich daraus, daß die wirksame Masse ohne Verlust an absoluter Geschwindigkeit durch diesen engen Bahnabschnitt läuft. Dennoch drückt die Fliehkraft des hinteren und mittleren Teils mit vorlichem Druck auf die schiefe Ebene, während der vordere Teil der wirksamen Masse weit weniger negativen Druck auf die zurückweichende Lagerwand ausübt.
In diesem Bild bei C ist nun auch ein Längsschnitt durch die Systemachse dargestellt. In dem einen Rotorträger (RT) sind hier zwei Module (Rotor (RO) plus wirksame Masse (WM)) eingezeichnet. Aufgrund der kompakten Bauweise könnten durchaus auch mehr Module installiert werden, natürlich jeweils entsprechend versetzt. Jeder Rotor ist hier z.B. aus zwei Scheiben bestehend dargestellt (zur mittigen Lagerung der wirksamen Masse), jeweils innen als Zahnkranz ausgebildet, der mit dem (jeweils dort) als Zahnrad geformten Systemwelle in Zahneingriff steht.
Im laufenden Betrieb kann an der Systemwelle als Abtrieb (AB) das nutzbare Drehmoment abgenommen werden. Umgekehrt erfolgt der Antrieb (AN) des Rotorträgers an seiner Hohlwelle. Sowohl die Systemwelle wie diese Hohlwelle sind in einem Gehäuse (hier nicht eingezeichnet) drehbar zu lagern.
In dieser Bauform des Doppelstern-Motors mit einer halbmondförmigen Masse je Modul muß die Sichel zumindest etwas mehr als 180 Grad lang sein. Wenn sie noch weiter reicht oder gar einen geschlossenen (aber exzentrischen) Ring darstellt - dann ergibt sich eine Konstruktion analog zum Kornkreisbild ´Dreifacher Halbmond´ (siehe z.B.
Faszinierende Kornkreisbilder oder Dreifacher Halbmond). Drei Jahre lang habe ich versucht, dieses Bild zu analysieren und habe dazu entsprechende Konstrukte entworfen. Die Lösung obigen Doppelstern-Halbmonds dürfte nun die beste Lösung darstellen.
Einige Leser werden meine Naivität belächeln, aus diesem ´Phänomen´ der Kornkreise verwertbare Hinweise heraus lesen zu wollen. Das kann ich leicht akzeptieren, andererseits bin ich fast sicher, daß fast jeder bei Betrachtung der anderen drei Fotos unmittelbar den Eindruck von Drehung und Dynamik erfährt - obwohl hier nur ein paar Pflanzen etwas dekorativ ´arrangiert´ wurden.
Diese Bilder erschienen meist in 1995 und werden von den jeweiligen Entdeckern vorwiegend als ´Feuerrad´ bzw. ´Katharinen-Rad´ benannt. Das eine Rad zeigt fünf, ziemlich dünne Arme, das andere sechs recht kompakte Arme, das dritte nur vier Arme (in ´vehementer Drehung´), darüber hinaus gibt es noch einige ähnlich schöne Kornkreise.
Gerade weil diese Bilder so häufig erschien, habe ich lang (und vergeblich) darüber nachgedacht, wie diese Räder tatsächlich zum Drehen kommen könnten, selbst-tätig natürlich. Alle Kornkreisbilder enthalten Informationen mit Hinweisen auf Probleme oder Lösungsmöglichkeiten. Es wäre zu ´billig´, wenn die Informationen im Klartext oder als komplette Konstruktionszeichnung gegeben würden (noch etwas ´billiger´ jedoch sind die gewöhnlichen Reaktionen auf Probleme und Phänomene - nicht nur zu diesem Thema).
Im engen zeitlichen Zusammenhang erschienen aber gerade diese Feuerräder (ohne irgendwelche Exzentrität) und die Halbmond-Sicheln (mit betonter Exzentrität). Beides kombiniert ergibt leicht die richtige Lösung.
Vor der Darstellung des Feuerrad-Motors sind jedoch eine kurze Anmerkung zu Trägheit und Masse sowie die Darstellung einiger Merkmale obiger Bewegungsformen zweckdienlich.
Trägheit und Masse
Beides ist nicht zutreffend: Beschleunigung aus Stillstand erfordert große Kraft, Beschleunigung bereits bewegter Masse erfordert weniger Kraft, Beschleunigung in Auswärts- (oder Fall-) Bewegung hinein erfordert noch weniger Kraft, Verzögerung aber erfordert größte Kraft.
Masse ist nicht auf den massiv erscheinenden Teil der Materie begrenzt, sondern entspricht dem gesamten Umfang seines Äther-´Wirbels´. Einem ortsfesten Wirbel eine Vorwärtsbewegung aufzuprägen, erfordert viel Kraft. Den bewegten Wirbel zu beschleunigen oder umzulenken kostet weniger Kraft. Die gesamte Wirbelschleppe zu stoppen, kostet weit mehr Kraft.
Rotorsysteme wie obige bilden intensive Ätherwirbelstrukturen - genau so, wie wir aus obigen Kornkreisbildern den Eindruck von Dynamik wahr nehmen (und nicht nur umgeknicktes Korn sehen). Detaillierte Beschreibung und Begründung hierzu sind in der Äther-Theorie dieser website gegeben. Nachfolgende Überlegungen aber beziehen sich wieder auf rein mechanische Abläufe und Wirkungen.
Radien und Winkel
In diesem Bild bei B ist wieder die konstante Drehung (jeweils 30 Grad je Zeiteinheit) dargestellt, nun aber um die Systemachse (SA) drehend. Da die wirksame Masse konzentrisch um die Rotorachse angelegt ist, weist sie zur Systemachse wechselnde Radien auf (gestrichelte, blaue Kreisbahn).
Dies bedeutet, daß die Masse vor und nach dem mit M1 markierten Zeitabschnitt ihre maximale Geschwindigkeit (MA) im Raum erreicht (markiert durch den langen grauen Pfeil). Umgekehrt wird die Masse vor und nach dem mit M2 markierten Zeitabschnitt ihre minimale Geschwindigkeit (MI) aufweisen (markiert durch den kürzeren grauen Pfeil).
In den Bereichen zwischen größtem und kleinstem Radius zur Systemachse erfährt die Masse eine Verzögerung (bzw. wirkt Schubkraft auf das System) und Beschleunigung (muß das System Kraft aufwenden).
Die minimale bzw. maximale Geschwindigkeit weicht bei diesen Relationen beispielsweise um +/- 12.5 Prozent von der durchschnittlichen Geschwindigkeit ab. Von Interesse ist an diesem Bild auch, daß Punkte weiter innen im Rotor (z.B. M3 und M4) eine relativ stärkere Beschleunigung / Verzögerung erfahren (hier z.B. +/- 25 Prozent vom Durchschnitt abweichende Geschwindigkeiten aufweisen).
Rückwärts weisende Arme
Die Situation bei A ist zunächst identisch mit der in vorigem Bild unten (bei B) dargestellten, d.h. die Positionen eines Massepunktes (M1) während seine Drehung um die Systemachse nach jeweils gleichen Zeiteinheiten sind markiert (blaue kleine Kreise). Analog sind auch die Positionen eines weiter innen liegenden Punktes (hier mit BP gekennzeichnet) je Zeiteinheit eingezeichnet (erkennbar auch an den unterschiedlichen Distanzen zwischen den Punkten).
Der Rotor (RO) ist hier nurmehr als Ring dargestellt, praktisch eine etwas groß dimensionierte Nabe. Auf ihm sind Befestigungspunkte (BP) markiert, an denen ein nach hinten weisender Hebelarm (HA) fix montiert ist. Am Ende des Hebelarms ist die wirksame Masse (z.B. bei M1) gegeben. Damit ist das Prinzip von rückwärts gewandten Armen repräsentiert.
Bemerkenswert ist nun, daß die Enden der Hebelarme nicht mehr identisch sind zu den vorigen Positionen der wirksamen Massen (außer bei der Startposition M1), sich also ein anderer Verlauf der Geschwindigkeiten ergibt. Tatsächlich weichen bei diesem Verlauf die maximale / minimale Geschwindigkeit nurmehr um etwa zehn Prozent vom Durchschnitt ab.
Alle Positionen der oberen Hälfte befinden sich auf einer sich nach außen öffnenden Spiralbahn. Dort hinaus kann Masse leicht beschleunigt werden. Alle Positionen der unteren Hälfte befinden sich auf einer sich einwärts gekrümmten, enger werdenden Spiralbahn. Die Trägheit der Masse widerstrebt dieser Bewegung, sie hat durch die rückwärts gerichteten Arme besonders günstige Hebelwirkung.
Wirksame Hebel
Die Trägheitsrichtung der Masse M2 weist parallel zur Linie von der Rotorachse über die Systemachse zum Auflagepunkt. Eine erzwungene Verzögerung dieser Masse wirkt also rechtwinklig auf diese Linie. Der Widerstand gegen Verzögerung will also die Rotorachse um die Systemachse drehen und zugleich auch den Auflagepunkt. An diesem Hebel wirken alle Kräfte der Verzögerung wie der Beschleunigung.
In diesem Bild bei B sind nun sechs Hebelarme (HA) mit wirksamer Masse (M3 bis M8) auf dem nabenförmigen Rotor befestigt, jeder fix montiert an zwei Befestigungspunkten (BP). Die Anordnung zeigt nun nicht mehr die zeitliche Abfolge, sondern gleiche Abstände zwischen den Massen (so wie bei einer realen Anordnung am Rotor).
Die Masse M5 ist gegenüber obiger Position M2 etwas weiter nach vorn gedreht, ihr Befestigungspunkt ist im Bereich minimaler Geschwindigkeit. Die Masse wird also bereits in dieser Position auf ihre minimale Geschwindigkeit herunter gebremst und anschließend nach innen auf ihren kurzen Radius gezogen. Es ist klar, daß die Trägheit dieser Masse dabei ein Drehmoment auf Rotor wie Systemwelle ausübt (an oben beschriebenen Hebel).
Die Masse M6 befindet sich im Bereich ihres kleinsten Radius, ihre Befestigungspunkte bewegen sich aber schon wieder schneller. Von ganz innen wird die Masse also hinaus beschleunigt (bzw. praktisch hinaus geschleudert, so wie z.B. Diskuswerfer beste Wirkung erreichen).
Die Masse M7 weist eine Trägheitsrichtung nach oben links auf. Der Rotor muß die Masse dort beschleunigen durch Zugkraft. Diese Kraft ist tangential gerichtet, also nahezu in der Richtung des Arms. Wenn beide Kräfte in einem Kräftedreieck dargestellt werden, ergibt sich eine Resultierende, länger als die bisherige Trägheit und auch länger als die aufgewandte Zugkraft. Dieses bedeutet, daß dort Beschleunigung durch minimalen Kraftaufwand erreicht wird (wie bereits in der vorigen und auch der nachfolgenden Position).
Die Befestigungspunkte der Masse M8 weisen maximale Geschwindigkeit auf, müssten also radial angeordnete Masse dort an deren ebenfalls längsten Radius beschleunigen. Da die Masse hier aber am rückwärts gerichteten Hebelarm installiert ist, befindet sie sich noch nicht am äußersten Bahnpunkt. D.h. die Beschleunigung dieser Masse kann noch immer in ihr Auswärts-Fallen hinein erfolgen.
Bis zur Position M3 bewegt sich diese Masse (M8) praktisch mit konstanter Geschwindigkeit. Ihre Befestigungspunkte (BP) kommen dort aber schon wieder auf ihren langsameren Bahnabschnitt. Hier also bereits setzt obige Hebelwirkung der noch relativ schnellen Masse gegenüber den stärker verzögerten Befestigungspunkten an. Diese Verzögerung setzt sich über M4 bis zur bereits diskutierent Position M5 fort.
Diese Darstellung verdeutlicht also nur die Drehung der Masse um die Rotorachse. Durch die zusätzliche Drehung um die Systemachse bewegen sich die Massen auf spiraligen Bahnen. Die Rotorachse (RA) bewegt sich relativ zur Systemachse immer in der hier durch den Pfeil markierten Richtung. In der Beschleunigungsphase ergibt sich daraus die erforderliche Zugkraft. In der Verzögerungsphase ziehen die wirksamen Massen den Rotor in diese Richtung.
Beschleunigung und Verzögerung sind problemlos, die Zug- bzw. Schubkräfte kompensieren sich nach geltender Theorie (nicht aber nach obigen Gesichtspunkten und nach diesen Hebelwirkungen). Die Selbst-Beschleunigung dieses Feuerrads ist aber auch viel einfacher zu erklären.
Fliehkraft am Hebel
Fliehkraft von Masse, die ständig auf eine Kreisbahn umgelenkt wird, ist in alle Richtungen gleich groß und kompensiert sich zu null. Hier aber wird die Masse in der Beschleunigungsphase weniger stark umgelenkt (die Masse bewegt sich vom kurzen zum langen Radius), also ist die Fliehkraft geringer als auf vergleichbarer Kreisbahn. Umgekehrt wird die Masse in der Verzögerungsphase wesentlich stärker umgelenkt als in eine Kreisbahn, entsprechend größer ist die Fliehkraft. Es ist also stets ein Überschuß an Fliehkraft auf der Seite der Einwärtsbewegung gegeben (in obigen Zeichnungen stets unten).
Fliehkraft wirkt immer radial zum jeweiligen Drehpunkt. Der Drehpunkt dieser Spiralbahn wandert zwischen Rotorachse und Systemachse hin und her. Der einzig fixe Punkt in diesem System ist die Systemachse. Obiger Fliehkraft-Differenz wirkt also stets an einem Hebelarm um die Systemachse. Dieses Drehmoment bewirkt einerseits die Vorwärtsdrehung der Rotorachse um die Systemachse, andererseits wird über dessen Zahnkranz Drehmoment auf das Zahnrad der Systemwelle übertragen.
Im Gehäuse (GE) ist der Rotorträger (RT) gelagert, drehbar um die Systemachse (SA). Der Antrieb (AN) bzw. die Steuerung des Systems erfolgt über die Hohlwelle des Rotorträgers.
Exzentrisch im Rotorträger ist der Rotor (RO) drehbar gelagert, welcher praktisch eine groß dimensionierte Nabe darstellt. Außen am Rotor sind wirksame Massen (WM) fest installiert, hier beispielsweise in Form von sechs nach hinten weisenden Armen.
Als Getriebe ist die Rotornabe innen wiederum als Zahnkranz (ZK) ausgebildet, die Systemwelle entsprechend als Zahnrad (ZR). Hier sind beispielsweise die Durchmesser von Zahnkranz und Zahnrad im Verhältnis drei zu zwei gezeichnet.
Beim Anfahren des Systems muß die Systemwelle hoch gefahren werden, damit der Rotor auch um seine Rotorachse (RA) in Drehung versetzt wird. Bei laufendem System kann an der Systemwelle das überschüssige Drehmoment als Abtrieb (AB) abgenommen werden.
Im Längsschnitt ist beispielsweise nur ein Modul eingezeichnet. Im Zylinder des Rotorträgers könnten auch weitere Rotoren gelagert werden, natürlich entsprechend versetzt.
Dieses Bild zeigt die denkbar einfache Bauweise dieses Motors: Gehäuse, Rotorträger, Rotor als Nabe mit ihren Armen, Systemwelle - fünf Bauteile. Ein ganz wesentlicher Vorteil dieser Konstruktion gegenüber vorigen ist die feste Verankerung der wirksamen Masse im Rotor, so dass dieser Motor weniger bewegliche Teile aufweist.
Rund drehende Unwucht
Diese Moment kann man hier durchaus erkennen, wenn man einen Arm (bzw. dessen Befestigungspunkt) beobachtet: die Masse kann relativ frei nach außen fallen, um dann um die Systemachse herum wieder einwärts geschleudert zu werden. Wann immer eine Masse nach außen fällt, wird die gegenüber befindliche Masse nach innen gezogen.
Unwucht an einer Achse ist unproduktiv, es ist zwar ungleichförmiger Zug gegeben, aber immer nur in radialer Richtung. Hier aber wandert die Unwucht zum einen um die Rotorachse und diese wiederum um die Systemachse. Über den Auflagepunkt zwischen Zahnkranz und Zahnrad können die unausgeglichenen Kräfte an einem Hebel im Drehsinn des Systems wirksam werden.
Hier ist also die Unwucht nicht durch eine statisches Ungleichgewicht gegeben, sondern eine Differenz kinetischer Energie. Die wirksame Masse in der Auswärtsphase wird weniger stark umgelenkt, widersetzt sich dort also in geringerem Umfang dieser Umlenkung, d.h. relativ geringe Fliehkraft zieht die Rotorachse nach hinten. Umgekehrt wird aber die Masse in der Einwärtsphase auf kürzeren Radius geführt, dem sich die Masse am schräg rückwärtigen Hebelarm widersetzt.
Bumerang
In EV DSM 09 beispielsweise ist eine andere, wirkungsvolle Form dargestellt, wo die Arme weit nach hinten reichen, praktisch geformt wie ein Bumerang.
Ein Bumerang wird beim Werfen in Vorwärtsbewegung und zugleich in Eigenrotoation versetzt, beim Auftreffen auf ein Hindernis werden beide Bewegungen abgestoppt. Es sieht nicht nur so aus, als liessen sich damit eine gegebene Kraft bestmöglich in Bewegungsenergie umsetzen, es ist auch begründet.
Der Bewegunsablauf ist hier durchaus identisch zum Werfen eines Bumerangs und es ist dabei zu beachten, daß alle Bewegungen (auch die der Befestigungspunkte, analog zur Wurfhand) auf spiraliger Bahn erfolgen (mit ganz anderen Wirkungen als auf Kreisbahn). Die Beschleunigung verschiedener Massen erfolgt durch den rückwärts weisenden Arm zeitlich versetzt (völlig anders als z.B. radial angeordnete Masse und deren Beschleungigung auf einer Kreisbahn). Genau wie beim Auftreffen eines Bumerangs werden hier beide Bewegungen (vorwärts um die Systemachse plus drehend um die Rotorachse) verzögert.
Wie beim frei drehenden Rad oder obigen langgezogenen Sicheln darf auch bei dieser Form die gesamte Masse nicht in einem Punkt vereinigt gedacht werden, sondern müssen die Teilmassen gesondert beobachtet werden.
Alle Massepunkte dieser Form weisen Trägheit auf, aber ihre Richtungen laufen scharenförmig auseinander, d.h. auch die Fliehkräfte aus Umlenkung weisen in unterschiedliche Richtung (radial zum jeweiligen Drehpunkt). Die Fliehkraft z.B. eines Massepunktes außen-hinten wird keinesfalls radial abgestützt, sondern wirkt an einem Hebelarm in Bezug auf benachbarte, weiter vorlich-innen befindliche Massepunkte.
Es resultiert daraus Materialspannung innerhalb der Bumerangform, z.B. entlang der hinteren und vorderen Kante dieses Bauelements. Die hintere Kante wird auf Zug beansprucht, bis hinein zu seiner Befestigung an der Rotor-Nabe. Dort wirkt dieser Zug in radiale Richtung (wie normalerweise Fliehkraft durch eine Speiche kompensiert wird).
Das Material der vorderen Kante dagegen wird auf Druck beansprucht, der sich fortpflanzt bis zu seiner Befestigung an der Nabe, wesentlich weiter vorn. Dort wirkt dieser Druck in (fast) tangentialer Richtung (und damit ergibt sich Schub auf die Nabe). Wiederum ist zu beachten, daß diese Zug- und Druckkräfte nicht auf eine ortsfeste Rotorachse wirken (und kompensiert würden), sondern um den jeweiligen Drehpunkt, letztlich auf den einzig ortfesten Punkt der Systemachse bezogen sind.
Bauvarianten
Die wirksame Masse kann also in diversen Formen realisitert werden. Auch das mittige Getriebe kann unterschiedlich dimensioniert werden.
Durch die Relationen der Durchmesser von Zahnkranz und Zahnrad wird festgelegt, welcher Anteil der überschüssigen Kraft zur Drehung der Rotorachse oder des Auflagepunktes um die Systemachse zur Verfügung stehen soll. Die Drehung der Rotorachse um die Systemachse wird durch Antrieb des Rotorträgers erreicht (zumindest in der Startphase). Durch obige Hebelwirkungen bzw. Verteilung der überschüssigen Kräfte kann aber erreicht werden, daß im laufenden Betrieb überhaupt kein Antrieb erforderlich ist (an der Hohlwelle des Rotorträgers das System also nur zu steuern ist).
Fachleute werden in der Lage sein, nach diesen Prinzipien eine optimale Maschine zu entwickeln. Je nach Zweck werden auch unterschiedlichste Varianten zu realisieren sein.
Schluss
Ich habe mir Anregungen aus den Kornkreisbildern geholt, wobei mich drei Motive besonders beeindruckt und beschäftigt haben: Dreifache Halbmonde, Sonnenräder, Feuerräder. Zu allen drei Bildern habe ich nun entsprechende Konstruktionen entwickelt, wobei die letzten gewiß die besten sind. Insofern fühle ich mich nicht länger getrieben, nach weiteren Lösungen zu suchen (obwohl es gewiß noch viele Möglichkeiten selbstlaufender Systeme gibt).
Es ist total einfach und logisch: Unwucht erzeugt enorme Kräfte, absolut schädlich für jede Maschine. Unwucht an einer Achse wird immer unproduktiv bleiben. Sobald man aber eine um eine zweite Achse umlaufende Unwucht zustande bringt, läßt sich das auftretende Moment auf Kreisbahn bringen, als produktiv nutzbares Drehmoment. Das hat nichts mit Verletzung von Erhaltungssätzen zu tun, sondern ist nur die zweckdienliche Ausrichtung gegebener Kräfte (der kostenlos und beliebig produzierbaren Fliehkraft). Es ist nicht mehr und nicht weniger Energie im Raum, die Fliehkraft verpufft nur nicht mehr in Materialspannung in einem ersten Teilsystem, sondern wird sinnvoll ´verbraucht´.
Ich hoffe nun sehr, daß meine obigen Argumente (und viele andere in früheren Kapiteln) auch Fachleuten so gravierend erscheinen, sich tage- und wochenlang damit auseinander zu setzen. Binnen weniger Monate müßte möglich sein, lauffähige Motoren nach diesen Prinzipien zu bauen (und ich werde gern darüber berichten). Ich hoffe, daß Naturwissenschaftler und Techniker den Freien-Energie-Motor schneller gebaut haben als ich meine nächste, noch unglaublichere Behauptung beschreiben und begründen kann.
Ich behaupte, im ganzen Universum gibt es nur einen einzigen Stoff und das ganze Universum besteht lückenlos nur aus einem einzigen Stück dieses Stoffes, des unteilbaren Äthers. Alle Erscheinung, ob Materie oder Kräfte oder Geist, sind ´lediglich´ jeweils unterschiedliche Bewegungsmuster des Äthers in sich selbst. Diese Aussage werde ich in der wesentlich erweiterte Neufasssung meiner Äther-Kontinuum-Theorie detailiert darstellen, wieder Kapitel für Kapitel ins Web und zur Diskussion stellen.
Beim Lesen dieses Kapitels dreht sich wohl Drehung in Drehung im Kopf herum. Natürlich drehte sich bei mir nochmals das Ganze während der Übersetzung ins Englisch. Also war wieder ein Kapitel geboren, nun hoffentlich das wirklich letzte zu diesem Thema. Das Drehen im Drehen von Unwucht in Unwucht - Ringrad-Motor mußte ich doch noch beschreiben. Vielleicht hat noch ein Leser Lust mitzudrehen.
Evert / 10.10.2002
Im früheren Kapitel Räder auf bewegten Bahnen wurden die Kraftwirkungen eines normal an einer Achse geführten Rads gegenüber einem frei drehenden Rad untersucht, auf ruhender oder bewegter Bahn, auf planer oder runder Bahn, auf konzentrischer oder exzentrischer Bahn. Es wurden unterschiedlichste Effekte dargestellt und z.B. auch begründet, warum ein abgebrochenes Rad das Fahrzeug in weiten Sprüngen überholt.
In EV DSM 01 sind die Elemente eines Doppelstern-Motors schematisch dargestellt. Gegeben ist ein Rotor (RO, grün, analog zur Erde), welcher um seine Rotorachse (RA) konzentrisch dreht (alle Drehungen sind hier gegen den Uhrzeigersinn unterstellt). Alle Massen dieses Rotors drehen mit gleicher Winkelgeschwindigkeit, aber unterschiedlicher Geschwindigkeit im Raum, abhängig von ihrem jeweiligen Radius zur Rotorachse. Auch die Wassermassen der Meere (M1 und M2, blau) bewegen sich so, z.B. auf beiden Seiten der Erde gleich schnell (wie durch grüne Pfeile markiert ist).
Damit addiert sich zur Drehbewegung um die Rotorachse nun die Drehbewegung aller Massen um die Systemachse. Die Massen drehen auch um die Systemachse mit konstanter Winkelgeschwindigkeit, aufgrund ihrer unterschiedlichen Radien zur Systemachse bewegen sich nun aber die Teilmassen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit im Raum.
Bei Doppelstern-Systemen führt Trägheit der Masse gegenüber Änderungen ihrer Geschwindigkeit dazu, daß die äußere Masse der dem Trabanten abgewandte Seite (links) im Raum einen ´festen´ Punkt abgibt, um den herum die dem Trabanten zugewandte innere Masse (rechts) herum schwingt. Dabei drückt die innere Masse auch die Rotorachse wie die Systemachse nach hinten (im Drehsinn, hier also nach oben).
Aber genau das ist machbar in einem mechanischen Abbild eines Doppelstern-Systems, durch ein zweckdienliches Getriebe. Hierzu weist der Rotor mittig, konzentrisch zur Rotorachse, eine Aussparung auf, welche innen als Zahnkranz (ZK) ausgebildet ist. Um die Systemachse ist eine Welle angelegt, welche als Zahnrad (ZR) ausgebildet ist. Beide stehen mit einander in Zahneingriff, welcher nun einen Auflagepunkt (AP) ergibt.
Um dieses mechanische Abbild eines Doppelstern-System in Betrieb zu nehmen, muss zuerst der Rotorträger in Drehung versetzt werden (an einer Hohlwelle um die Systemachse, s.u.), um die Drehung des Gesamtsystems (analog Erde plus Mond) zu simulieren. Die Welle um die Systemachse kann in dieser Phase frei mitdrehen. Der Antrieb des Rotorträgers muß auch im laufenden Betrieb aufrecht erhalten werden, z.B. zum Ausgleich von Reibungsverlusten. Außerdem wird damit das Gesamtsystem gesteuert.
Mit diesem Getriebe ist also ein Auflagepunkt für Hebelwirkung gegeben. Aber erst durch Wirkung der Fliehkraft an schiefer Ebene ergibt sich überschüssige, nach außen nutzbare Kraft.
Aber selbst wenn die wirksame Masse in der Einwärtsphase etwas verzögert würde, gäbe sie Energie an den Rotor ab, welche anschließend wieder zur entsprechenden Beschleunigung verfügbar wäre. Stets aber bleibt der Druck der Masse auf die schiefe Ebene, beispielsweise wenn anstatt obiger Kugel ein sichelförmiges Element verwendet wird (s.u.). Die Wieder-Beschleunigung würde dann an dessen hinterem Ende erfolgen, während der Schwerpunkt dieses Elements sich noch immer vorlich zur radialen Position befindet (und diese Schubkomponente damit gegeben ist).
Das alles sind nicht ganz gewöhnliche Betrachtungen, aber keinesfalls unmögliche Vorstellungen, weil geltende Hebelgesetze nur in zweckdienlicher Anordnung eingesetzt werden und weil Kraft- und Gegenkraft-Wirkung auf zwei Systeme verlagert werden. Diese Konzeption stellt keinen Widerspruch zur allgemein gültigen Konstanz aller Energien dar. Wohl aber ist die Frage der zweckdienlichen Konstruktion dieser schiefen Ebene wie der Form der wirksamen Masse gegeben.
Bauform Sonnenrad
Es gibt viel Kornkreisbilder mit sichelförmigen Elementen, welche unmittelbar den Eindruck von Dynamik erwecken. Im Kapitel Sonnenrad-Motor habe ich Kraftwirkungen an solchen Rotorsystemen dargestellt, auch eine Sonnenrad mit Kurbelscheibengetriebe entworfen.
In dieser Animation dreht sich je Bild der Rotorträger um jeweils 15 Grad, darin der Rotor jeweils um nochmals 15 Grad. Es ist also wieder eine Relation eins zu eins gegeben, so dass nach 24 Bildern die Ausgangssituation wieder erreicht ist. Wenn man den Abstand der wirksamen Masse (blau) zur mittigen Welle (schwarz) beobachtet, kann man die Bewegung einwärts (eine Umdrehung der Masse) und auswärts (wiederum eine volle Umdrehung im Raum) verfolgen.
In EV DSM 03 ist diese Konstruktion nochmals dargestellt. Oben bei A befindet sich die wirksame Masse an ihrer äußersten Position (weit links von der Systemachse). Die Drehung des Rotorträgers ist hier nicht dargestellt, seine ´dicke´ Seite weist darum auch bei B nach rechts.
In verschiedenen Kapiteln dieser website wurde bereits dargestellt, warum diese langgestreckte Sichelform wesentliche Vorteile im Bewegungsablauf aufweist. Wie bei einem frei drehenden Rad darf man die gesamte Masse nicht in einem Punkt vereinigt betrachten (was zwar Überlegungen und Rechnungen vereinfacht, aber falsche Ergebnisse liefert). Die Teilmassen bewegen sich (besonders auf diesen spiraligen Bahnen) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in unterschiedliche Richtungen. Man muß solche Sichelelement darum aus mindestens zwei Schwerpunkten oder z.B. drei Teilen bestehend betrachten.
Kornkreisbilder
Gerade in den letzten Monaten erschien wiederum dieses Motiv (oben auf diesem Foto), nun mit einer Halbmond-Sichel von etwa 270 Grad. Erstmals ist hier eine kleine Sichel nur halb ausgeführt - für mich ein Hinweis auf Vor-Rück-Drehung. Zum andern deutet dieses Bild nochmals an, daß die Exzentrität nur etwa ein Zehntel des Durchmessers betragen sollte.
Nach gängiger Lehre ist Trägheit eine Eigenschaft der Masse, eine ´der Masse inne-wohnende (Schein-) Kraft´ und Masse wird - seltsam genug - wiederum über ihre Eigenschaften der ´Schwere und/oder Trägheit´ definiert. Es wird auch noch immer allgemein unterstellt, daß gleicher Beschleunigung / Verzögerung ein gleicher Betrag an Kräften entspricht.
In EV DSM 05 bei A ist nochmals der Rotor (RO) dargestellt, drehend um seine Rotorachse (RA). Eine wirksame Masse (WM) des Rotors ist dabei in zwölf Positionen während einer Umdrehung dargestellt. Er bewegt sich mit konstanter Winkelgeschwindigkeit, z.B. jeweils diese 30 Grad je Zeiteinheit, damit auch mit konstanter Geschwindigkeit im Raum.
Diese Drehung an sich ist uninteressant. Von Interesse daran ist nur, daß in Verbindung mit der Drehung um die Systemachse damit Massepunkte auf wechselnden Radien um die Systemachse umlaufen.
Aus Kornkreisbildern mit Feuerrädern könnte man naiveweise nun den Hinweis entnehmen, daß am Rotor zweckmäßigerweise nach hinten gerichtete Arme anzubringen sind. Diese Anregung ist in EV DSM 06 schematisch übernommen.
Durch die Schrägstellung der Arme werden sowohl die Beschleunigungssektor (BS, grauer Pfeil oben) wie die Verzögerungssektion (VS, grauer Pfeil unten) jeweils nach hinten verlagert.
Bei der unteren Position (M2) ist die Richtung der Trägheitskraft (TK) eingezeichnet. Der entsprechende Befestigungspunkt befindet sich bereits weiter vorn im stark verzögerten Bahnabschnitt. Der aktuelle Bahnabschnitt der Masse weist also einen Winkel zum aktuellen Bahnabschnitt des Befestigungspunktes auf. Die Masse dort wird also nicht so stark abgebremst wie der Befestigungspunkt verzögert wird. Damit ergibt sich eine günstige Hebelwirkung.
Die originale Kraft ist Trägheitskraft. Fliehkraft ist nur die aus Umlenkung der Trägheitsrichtung resultierende Kraft. An einer drehenden Scheibe wird Fliehkraft durch Spannung im gesamten Material kompensiert. Bei einem Rad mit Speichen und Felge wird Fliehkraft teilweise durch Spannung im Material der Speichen, aber auch der Felge kompensiert. Das Rad hier besteht nur aus Nabe und Speichen, sodaß die Fliehkraft der einzelnen wirksamen Masse nur direkt über diesen Hebelarm wirksam wird.
Feuerrad-Motor
In EV DSM 08 ist nun die Konstruktion eines Feuerrad-Motors schematisch dargestellt, oben im Querschnitt, darunter im Längsschnitt durch die Systemachse.
Diese Animation besteht wieder aus 24 Bildern. Der Rotorträger dreht jeweils um 15 Grad, darin der Rotor jeweils nochmals um 15 Grad. Es ist erstaunlich, daß aus diesen beiden absolut ´runden´ Bewegungen sich dieser ´wuchtige´ Ablauf ergibt.
Tatsächlich ist diese Maschine ganz gezielt mit Unwucht angelegt. Die Masse des Rotors insgesamt ist gegenüber der Systemachse immer asymmetrisch, also unwuchtig (was aber durch Gegengewichte im Rotorträger oder mehrere Module leicht auszugleichen ist). Die Massen des Rotors sind zwar symmetrisch zur Rotorachse angelegt, haben aber nicht ausgeglichenes Drehmoment aufgrund obiger Fliehkraft-Differenz.
Die Form der wirksamen Masse dieser Animation bzw. auch obiger beispielhaften Konstruktion des Feuerrad-Motors entspricht etwa obigem fünfarmige Kornkreisbild mit den relativ dünnen Armen. Die wirksame Masse kann durchaus unterschiedlich geformt sein, wie z.B. die anderen Fotobeispiele zeigen.
Die nach hinten gerichtete Form ist wesentlich, weil damit die Beschleunigungsphase nach hinten verlagert wird in den Bahnbereich, in welchem die Masse auf größere Radien hinaus fallen kann. Umgekehrt wirkt damit in der Verzögerungsphase die noch relativ schnelle äußere Masse mit Schub an günstigem Hebelarm auf die weiter innen und vorlicher sich befindenden Befestigungspunkte.
Es könnte also durchaus zweckmäßig sein, den Arm tatsächlich an einem vorderen und hinteren Punkt zu befestigen. Der Arm müsste innen auch nicht massiv ausgeführt sein (könnte dort z.B. Bohrungen aufweisen), so dass diese Zug- und Druckkräfte tatsächlich bis zur Nabe übertragen werden (und nicht zuvor durch interne Materialspannung kompensiert werden). Der Arm könnte sogar nur als bogenförmige Kontur gebaut sein, innerhalb dessen die wirksame Masse (auch als mehrere Teile) lose gehalten wird.
Mit diesem Kapitel will ich meine jahrelangen Untersuchungen und Ausarbeitungen zu Rotorsystemen nun endgültig abschließen. Ich habe dabei viele Behauptungen aufgestellt, von denen im Augenblick kaum eine bewiesen ist. Heute behaupte ich, daß es wohl kaum einen Motor gegen kann mit weniger als diesen drei bewegten Teilen: Rotorträger, Rotor und Systemachse.
Nachtrag Perpetuum Mobile
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